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22.06.2011
Senioren-Union erwartet immer mehr Studenten im Rentenalter
Senioren-Union-Vize Kuckart fordert altengerechte Hörsäle
(Düsseldorf) Der Generationenwandel macht auch vor den deutschen Hochschulen nicht halt. Die Senioren-Union erwartet, dass die Zahl der Gasthörer über 60 Jahre an den Universitäten in den kommenden Jahren deutlich zunehmen wird. Der stellvertretende Vorsitzende der mit 57.000 Mitgliedern zweitgrößten CDU-Bundesvereinigung, Leonhard Kuckart, wies heute in Düsseldorf auf Zahlen des Statistischen Bundesamtes hin, wonach im vergangenen Wintersemester 49 Prozent der knapp 40.000 Gasthörer älter als 60 Jahre waren. Dies entspreche einem Plus von fast 25 Prozent innerhalb von zehn Jahren.
Kuckart, der zugleich Landesvorsitzender der 26.000 mitgliederstarken Senioren-Union in Nordrhein-Westfalen ist, erklärte heute in Düsseldorf:
 
„Angesichts der demografischen Entwicklung wird es künftig immer mehr Studenten im (Un-) Ruhestand geben. Dass schon jetzt fast jeder zweite Gasthörer über 60 Jahre alt ist, zeigt: Ältere Menschen wollen nicht nur körperlich, sondern auch geistig fit bleiben.
 
Zu den beliebtesten Fächern der Senioren gehören nicht von Ungefähr Geschichte und Philosophie, aber auch die Wirtschaftswissenschaften.“
 
Kuckart forderte vor diesem Hintergrund mehr „altengerechte Hörsäle“ vor allem im Hinblick auf Raumakkustik und Sitzausstattung sowie ein „seniorengerechtes Studienangebot“: „Ein bestimmtes Kontingent an Sitzen in den vorderen Reihen der Hörsäle sollte darüber hinaus für ältere Gasthörer reserviert bleiben. Dies ist nicht zuletzt auch deshalb gerechtfertigt, weil Senioren zunehmend zur Sicherung der Hochschulfinanzen beitragen. So zahlt ein Senioren-Student mit durchschnittlich 100 Euro Gasthörergebühr pro Semester deutlich mehr als ein 'normaler' Student.“
 
Der Vize der Senioren-Union sieht die Zunahme älterer Gasthörer aber auch als eine „Bereicherung für die Jungen“ an: „Die Älteren mit ihren Erfahrungen und Erlebnissen können jüngeren Studenten z.B. eine ganz praktische Orientierungshilfe sein. Das Zusammentreffen von Jung und Alt auf dem Campus kann so zum besseren Verständnis der Generationen untereinander beitragen.“


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